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Die Mathildischen Länder

Die Geschichte der Terre di Canossa

Die Terre di Canossa
Die „Terre di Canossa“
Die Länder des Feudalstaats der Gräfin Matilde von Canossa reichten im XII. Jh. von Brescia bis Viterbo und umfassten wichtige Städte wie Cremona, Mantua, Ferrara, Parma, Reggio Emilia, Modena, La Spezia, Pisa, Lucca, Florenz, Arezzo, Siena, Grosseto und Perugia.
 
Ein mächtiges Befestigungssystem schützte den Feudalstaat der Terre di Canossa, über den die Gräfin Mathilde zwischen dem XI. und dem XII. Jh. herrschte.
 
Der Ursprung dieser Burgen führt zurück zur Familie der Attonidi, von der Mathilde abstammte und die zwischen den Flüssen Taro und Rhein die Nordgrenze ihrer Besitztümer verstärkt hatte. Die Verteidigungsstrukturen waren eine Garantie für die Sicherheit, spielten jedoch auch die Rolle der symbolischen Sichtbarkeit ihrer Macht. Wahrscheinlich entstanden die mathildischen Burgen teilweise durch Verstärkung vorheriger Strukturen.
 
Die befestigten Linien folgten von Westen nach Osten an verschiedenen Höhenquoten aufeinander (dies ist vor allem im Apennin der Provinz von Reggio Emilia sichtbar). Canossa zum Beispiel befindet sich an einer Verteidigungszwischenlinie, während Bianello direkt auf das Flachland blickt und deshalb den Gefechten mit aus dem Norden kommenden Feinden ausgesetzt war. Die mathildischen Burgen erlitten Zerstörungen, zuerst durch die freien Gemeinden, die gegen die Feudalmacht waren, dann in der Zeit der Kämpfe zwischen den Signorien.
 
Das mathildische Territorium ist nicht nur an den traditionellen Dörfern mit Steingebäuden und mächtigen Burgen erkennbar, sondern auch an den zahlreichen Pfarren, die von seiner religiösen Dimension zeugen. Diese Pfarren spielten auch eine Unterstützungsrolle und waren strategisch auf dem Territorium verteilt, oftmals in Verbindung mit der Burg. Auch die Pfarren gehörten vollen Rechtes zur territorialen mathildischen Organisation, denn bekanntlich förderte Mathilde den Bau zahlreicher Pfarren. Für den eigenen Unterhalt sorgten sie mit dem Zehnt, d.h. mit den Abgaben der Gläubigen, die streng geregelt waren. Wenige dieser Gebäude sind bis heute mit noch gut erkennbaren architektonischen Originalelementen erhalten geblieben, denn im Laufe der Jahrhunderte wurden sie wesentlich verändert.





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